Meine Gedanken zu… Sex und Krankheit
- Sina Berger
- 10. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Welchen Einfluss nehmen körperliche Einschränkungen auf die eigene Sexualität?
Aus aktuellem Anlass und zum Schutz des eigenen Körpers verzichte ich gerade eher unfreiwillig auf Sex. Vor ein paar Wochen hat es mich mit einem eingeklemmten Nerv im unteren Rücken, der höllische Schmerzen ins rechte Bein verursachte, außer Gefecht gesetzt. Von jetzt auf gleich war vor lauter Schmerzen nichts mehr möglich.
Der Haushalt und die Projekte sind liegen geblieben, mein Mann musste meine Aufgaben übernehmen und sich zusätzlich auch noch um mich kümmern. Ich konnte weder sitzen, noch liegen und nur noch humpeln. Zu den körperlichen Schmerzen (nur Gebären stelle ich mir schlimmer vor) kam nach ein paar schmerzintensiven durchzechten Nächten eine spürbare psychische Belastung hinzu.
Durch den permanenten Schlafentzug, meine und seine Hilflosigkeit und die große Abhängigkeit vom Zutun meines Mannes zur Befriedigung meiner Grundbedürfnisse (Essen und Trinken gereicht zu bekommen und eine geeignete Körperlagerung zu finden) haben mich als Invalide fühlen lassen. Komplett angewiesen und abhängig von anderen.
Scheiß Situation… von Sommerfeeling und Lebenslust zu Frust kamen mir folgenden Fragen:
Wieviel Sexualität und Intimität ist in solchen Zeiten überhaupt noch möglich?
Was macht das auf zwischenmenschlicher Ebene?
Wie viel Beziehungsqualität bleibt noch, wenn der eine zum Pflegefall wird?
Wie viel Begehren ist noch möglich? Bei sich selbst? Beim anderen?
Sicherlich mag es eine gesunde Beziehung überstehen, wenn es sich um eine absehbare Phase handelt, aber was ist, wenn es bleibt? Für länger? Für immer?
Was ist dann mit den sexuellen Bedürfnissen?
Körperlich geht es mir aktuell etwas besser, aber Sex trau ich meinem Körper aktuell nicht zu, und schon gar keine Ekstase oder Orgasmus… das sind zu viele ruckartige und unwillkürliche Bewegungen für meinen Rücken. Die Gefahr und Angst für einen schönen intimen Moment meinen Zustand wieder länger zu verschlimmern ist zu riskant.
Vielleicht probiere ich es mal mit Sex ohne Ekstase und Orgasmus… für eine kleines Glück, einen milderen intimen Moment aka. „wir können Sex haben, aber ich darf nicht kommen!“
Wie ist das bei dir so?
Hast du noch Bock auf Sex, wenn du krank bist?
Läuft da noch was im Bett oder ist sowieso schon grundlegend die Luft raus, dass das dann gar nicht mehr ins Gewicht fällt?
Wenn du mal mit jemanden professionell über Sexualität sprechen möchtest, kontaktier mich gern.
Dein WildesWunderWeib
Sina




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